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«Bring noch eine Mass!»

Aktualisiert: 11. Dez. 2022


Ohne Muskelkraft ging beim Servicepersonal am Oktoberfest gar nichts. FOTOS: JENNY STERCHI

Es war das dritte Oktoberfest, zu dem die Jeunesse Saanenland und der FC Sarina am Wochenende einluden. Das Besucheraufkommen im Festzelt mitten in Gstaad war wunderbar hoch.

JENNY STERCHI Die Damen in schmucken Dirndln und die Herren in feschen Lederhosen: Stilecht hatten sich die Besucherinnen und Besucher für das Oktoberfest in Gstaad gekleidet.

Festlaune Das Festzelt auf dem Eisbahnareal war sowohl am Freitag als auch am Samstag gut gefüllt mit hungrigen und durstigen Gästen. Während am Freitag, wie Christian Frey, Präsident des FC Sarina, verriet, viele einheimische Firmen ihre Mitarbeitenden zu einem zünftigen Oktoberfestabend eingeladen hatten, seien die Tische am Samstagabend für Gruppen aus Familien und Freunden reserviert gewesen. Die Veranstalter freuten sich über einen ausgebuchten Freitagabend und auch die 90-prozentige Auslastung am Samstagabend stimmte fröhlich.

Hunger nach der Pause Das Oktoberfest in Gstaad ist eine Kooperation zwischen dem FC Sarina und dem Verein Jeunesse Saanenland, das zum ersten Mal 2018 durchgeführt wurde. Nach zwei Jahren Pause aus gut bekanntem Grund wurde das Oktoberfestzelt in Gstaad dieses Jahr zum dritten Mal eingedeckt. Christian Frey wusste: «Die Reservationsanfragen waren zahlreich, die Tische ziemlich schnell gebucht.»

Speis, Trank und Party Und weil das Bier der Kern eines jeden Oktoberfestes ist, tönte es an den beiden Abenden mehrmals von den Festbänken: «Bring doch noch eine Mass!» Dazu wurde Typisches gespeist: Haxen, Weisswürste mit süssem Senf, Brezen und halbe Poulets gingen zahlreich über den Tresen. Gestärkt liessen sich die Gäste von der Liveband animieren, beim Schunkeln Kontakt zur Banknachbarin und zum Banknachbarn aufzunehmen und im besten Fall auf die Festbank zu steigen und dort zu tanzen. Etwas anderes liess die Lautstärke nur schwerlich zu.

Volle Tische statt Sponsoren Von Anfang an war es die Idee der Initianten, die Finanzierung des Festes nicht über herkömmliche Sponsorings zu sichern. Die Infrastruktur herzustellen und am Ende das Zelt nur halb besetzt zu haben, sei für ein Oktoberfest wenig erstrebenswert, erklärten die Veranstalter auf Anfrage. Also wurde statt für Sponsorenbeiträge für Tischreservationen an der Veranstaltung geworben. Die Rechnung ging auf, das Zelt war zweimal gefüllt, alle Tische voll besetzt. Mit den so generierten Einnahmen konnten die Kosten gedeckt werden. Und ebenso wichtig sei es gewesen, dass eine Festatmosphäre geschaffen werden konnte, ausgelassene Stimmung und Geselligkeit inklusive. Für die Zukunft wollen beide Vereine an der Zusammenarbeit festhalten und das Oktoberfest fix im Gstaader Veranstaltungskalender unterbringen.


Auf Vorrat gefüllte Massgläser warteten darauf, auf den Festtischen verteilt zu werden.

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