Halbzeitbilanz des Teams Simme/Saane

Aktualisiert: 25. Juni



Mit Beginn der Meisterschaft 2021/22 spielt der FC Sarina im Verbund mit dem FC Obersimmental. Nach Abschluss der Vorrunde zieht Patric Bill, Trainer der 4. Liga-Mannschaft, Bilanz.

EUGEN DORNBIERER-HAUSWIRTH

Die Mannschaft ist mit einem Sieg gestartet. Haben Sie damit gerechnet? Dass wir nach dem ersten Spiel gegen den FC Dürrenast, Favoriten der Gruppe 1, als Sieger vom Platz gingen, war doch sehr überraschend. Mit der positiven Energie des Siegers gewannen wir auch das zweite Spiel (FC Allmendingen). Die sechs Punkte verliehen Selbstvertrauen. Wir sahen, dass das Projekt funktionieren könnte. Der weitere Verlauf der Vorrunde war ein Auf und Ab. Tendenziell eher ein Auf, denn auch bei den zwei ausgeglichenen (unentschieden) und den drei verlorenen Spielen standen wir dem Sieg näher, als dies die Verlustpunkte aussagen. Mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und nur drei Niederlagen sind wir resultatmässig sehr zufrieden.

Welches sind für Sie die Highlights der Vorrunde? Erstaunlich und gleichzeitig erfreulich ist, in welch kurzer Zeit das Team zusammengewachsen ist. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist augenfällig und unterscheidet unser Team von den Gegnermannschaften. Tatsache ist auch, dass in der Vorrunde mehrmals fünf bis sieben U18-Spieler auf dem Feld standen. Gegen Interlaken standen gar sieben bis acht Spieler in der Startelf, die noch nicht 18 Jahre alt waren

Was sind die Stärken der Mannschaft? Wir sind mit dem FC Dürrenast, der die Tabelle anführt, die Mannschaft, die technisch den saubersten Fussball spielt. Auch taktisch sind wir schon recht fortgeschritten. Wir können verschiedene Spielsysteme spielen und diese während des Spiels auch verändern.

Und die Schwächen? Ein Defizit liegt in der teilweise mangelnden Spielerfahrung. Das ist in Anbetracht des Durchschnittsalters unserer Spieler aber nicht erstaunlich. Zudem benötigen wir noch zu viele Chancen, um den Torwart zu bezwingen. Auch irritiert uns oft die Dynamik des gegnerischen Spiels, was wiederum mit der Spielreife unserer jungen Spieler zu erklären ist. Auch die physischen Voraussetzungen lassen noch zu wünschen übrig. Allerdings sprechen die 13 Strafpunkte (gelbe Karten) für eine gewisse Spielhärte und beweisen, dass unsere Spieler die Zweikämpfe annehmen.

Wo gibt es Luft nach oben? Der Lernprozess entwickelt sich Schritt um Schritt. In Trainingseinheiten und ab und an auf der Taktiktafel werden Spielsituationen analysiert. Wir wissen, dass wir sowohl mit einer Dreierkette als auch mit einer Viererkette spielen können. Mein Ziel ist es, eine dynamische Situation zu implementieren, will heissen: Im Ballbesitz mit einer Dreierkette und gegen den Ball wieder mit einer Viererkette agieren zu können. Die Voraussetzungen für diesen Lernprozess sind gut. Unsere Spieler sind offen für taktische Varianten. Sie alle wollen weiterkommen.

Gibt es Reaktionen aus dem Umfeld? Es ist nicht so, dass wir mit Kommentaren überrannt wurden. Zuschauende beider Vereine, vom FC Obersimmental und vom FC Sarina, äusserten sich sehr positiv. Vor allem angetan waren sie vom Auftreten der Mannschaft, vom sichtbaren Biss und Feuer der Akteure. Auch schwärmten viele vom schönen und attraktiven Fussball und der guten Stimmung in der Mannschaft.

Der Ball rollt, in welchem Tempo …? Es ist nicht überheblich, wenn ich zum Ausdruck bringe, dass wir weiterkommen wollen. Weil Erfolg sich aber nicht erzwingen lässt, müssen die Spieler manchmal gar gebremst werden. Man darf als 16- oder 17-Jähriger durchaus mal ein Spiel verlieren, da geht die Welt noch nicht unter.

… und in welche Richtung? Im Winter, nach einer kurzen Pause im Januar, wollen wir wieder trainieren um das Projekt vorwärtszutreiben. Einem allfälligen Aufstieg in die 3. Liga steht nichts im Weg. Gut dabei ist, dass wir nicht müssen und keinem Druck ausgesetzt sind. Die Chance aufzusteigen, ist allerdings minimal, denn der FC Dürrenast liegt mit sechs Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.

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